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Don Orione e Annibale Di Francia. Un messaggio per l'Italia e non solo" /> Messaggi don Orione
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Nella foto: P. Annibale Di Francia e Don Luigi Orione.
Autore: Flavio Peloso

Die Gegenwartsgeschichte Italiens hat einen beachtlichen Beitrag durch das Zeugnis von Pater Annibale Maria Di Francia und Don Luigi Orione erfahren, Seite an Seite im Erdbeben von Messina im Jahr 1908 und in der Heiligkeit.

Don Orione e Annibale Di Francia. Un messaggio per l'Italia e non solo

Annibale Maria Di Francia und Luigi Orione
Zwei Heilige - eine Botschaft, nicht nur für Italien


 

von Don Flavio Peloso
Generalpostulator des Kleinen Werkes der Göttlichen Vorsehung

 


Was Don Orione und Pater Annibale zusammenführte, war das schreckliche Erdbeben, das am Morgen des 28. Dezember 1908 von 5.20 Uhr an 37 Sekunden lang die Erde erschütterte und unter den Trümmern von Reggio Calabria und Messina 80tausend Tote begrub.
In Messina, der Stadt des Leidens, begegnete der Priester aus dem Norden dem Kanoniker Annibale Maria Di Francia, und miteinander schrieben sie eine der ruhmreichsten Seiten der tragischen Geschichte Messinas: Viele Menschen retteten sie aus der Verzweiflung, den vielen Waisen gaben sie eine Zukunft, sie organisierten die Solidarität der vielen großherzigen Menschen, die aus ganz Italien zur Hilfe kamen. Don Orione, in der Folge auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes zum Generalvikar der Diözese Messina ernannt, stieß auf Widerstand, Feindseligkeit; auch ein Anschlag wurde auf ihn verübt. Ihm zur Seite stand gleich einem Schutzengel, ihn zu beraten und vor der Böswilligkeit unwürdiger Profitgeier zu beschützen, stets Pater Annibale. Aus den Trümmern des verheerenden Erdbebens spannten sie eine Brücke der Solidarität zwischen dem Norden und dem Süden Italiens.

Die – noch so zerbrechliche und zur Zeit unserer beiden Protagonisten im Norden wie im Süden kritisierte – Einigung Italiens wurde auch von Heiligen wie Pater Annibale Di Francia und Don Luigi Orione vollbracht. Von Massimo D’Azeglio stammt die Maxime, die wir in allen Büchern über die Geschichte Italiens finden: „Italien ist gemacht, nun müssen wir die Italiener machen.“ Um die Wahrheit zu sagen, Italien war gemacht und auch die Italiener waren schon gemacht. Zur Zeit von Pater Annibale und Don Orione war Italien jedoch noch tief gespalten, soviel ist sicher. Nicht genügt hatten die kühnen Taten verwegener Kriegshelden à la Garibaldi, und auch nicht die Schachzüge gewiegter Politiker à la Cavour und Giolitti; ja selbst der sorgsame Aufbau einer nationalen Identifikation um die Monarchie des Hauses Savoia sowie andere kollektive Symbole hatte keine Tiefenwirkung hinterlassen; genausowenig hatten die – ihrer Natur nach elitären – Wirtschaftsinteressen Entscheidendes vermocht.

Was der italienischen Einigung fehlte, war der Geist der Brüderlichkeit, der das wahre und unersetzliche Fundament der Einheit ist. Keine idealistische oder pietistische Brüderlichkeit, sondern eine im Einklang mit dem Respekt vor den Kulturen, mit der Solidarität, mit Geduld zunächst und Förderung der Vielfalt danach. Diese Brüderlichkeit hatten in der Tat nur wenige Ereignisse im Italien des beginnenden 20. Jahrhunderts in einem solchen Maß hervorgerufen wie das vom Erdbeben des Jahres 1908 verursachte Leid der kalabrisch-sizilianischen Bevölkerung und die unter den Trümmern der Städte und Dörfer bewiesene Solidarität großherziger Menschen aus ganz Italien. In Reggio Calabria und Messina konnte man in den Jahren nach dem Erdbeben alle Dialekte Italiens sprechen hören, neben dem geschliffenen und wohlgebildeten Italienisch der verschiedenen Tommaso Gallarati Scotti, Aiace Alfieri, Gabriella Spalletti Rasponi, Zileri Dal Verme, Gina und Bice Tincani und anderer.

Die Einigung Italiens wurde auch von Männern wie Don Orione vollbracht, der eine Kongregation gründet, alles zurücklässt ¬– einschließlich der populär-soziologischen Vorurteile, die einen absurden Nord-Süd-Rassismus nährten –, vom Piemont nach Sizilien hinunterfährt und dort drei Jahre bleibt; am eigenen Leib bekommt er die auch in der katholischen Welt und im Klerus vorhandenen Vorurteile zu spüren, aber er liebt die Menschen dort und gibt ein Zeugnis der Brüderlichkeit ab, das unauslöschlich bleibt. Die Einigung Italiens wurde auch von Pater Annibale Di Francia vollbracht, der aus einem höheren, spirituellen Einklang heraus Freundschaft mit „diesem Priester aus dem Norden“ schließt, ihm beratend zur Seite steht und ihn verteidigt auch um den Preis, von seinen Landsleuten selbst wie ein Fremder behandelt zu werden; überraschend leiht er ihm eine große Geldsumme, damit der Priester aus dem Norden, der arm ist, ein Haus in Bra kaufen kann, in jenem Piemont, der in Sizilien immer noch als Usurpator und Profitgeier angesehen wurde.

Gewiss, die Gegenwartsgeschichte Italiens hat einen beachtlichen Beitrag durch das Zeugnis von Pater Annibale Maria Di Francia und Don Luigi Orione erfahren, Seite an Seite im Erdbeben und in der Heiligkeit. Mit ihrer Freundschaft und mit ihrem Dienst haben sie gezeigt, dass die Brüderlichkeit – Voraussetzung aller wahren und dauerhaften gesellschaftlichen Einigung – ihre Wurzeln in der höheren Vaterschaft Gottes hat, den die beiden Heiligen in der Seele angebetet und in den Brüdern geliebt haben.


EIN UNVERÖFFENTLICHTER BRIEF DES KANONIKERS DI FRANCIA AN DON ORIONE

Mein lieber P. Orione,
Mit großer Freude habe ich vom lieben Kan. Vitale, der nach Oria kam, vernommen, dass Sie in unserer Abwesenheit die Direktion unserer Institute übernommen haben!
Von diesem Augenblick an sind wir also alle Ihrer weisen Direktion unterstellt, und Sie werden unser Generaldirektor genannt. Schließen Sie dieses andere Werk als ein ihres in Ihr apostolisches Herz und treiben Sie es voran auf dem Weg seines doppelten Zweckes der Religion und der Wohltätigkeit durch Ihre inständigen Gebete, Ihre Ratschläge, Ihre Belehrungen und Ihre Anweisungen. Alle in allen Häusern sind wir mit der Hilfe des Herrn bereit zu seinem Gehorsam. Nun hoffe ich, dass das Heiligste Herz Jesu uns jene Gnaden gewähren wolle, die meine Unwürdigkeit nicht zu erlangen vermochte, und dem vielen vielen Übel, das ich angerichtet habe, Abhilfe schaffen wolle …
Ich stelle Ihnen mit dem ganzen Personal unser sieben kleinen Häuser jenes heilige Banner vor, worauf geschrieben steht: „Rogate ergo Dominum messis ut mittat Operarios in messem suam.“ Dieses göttliche Wort, das dem göttlichen Eifer entspringt, worin man ein großes Geheimnis des Heils für die Kirche und für die Gesellschaft enthält, mögen Sie aus dem ehrwürdigen Mund des göttlichen Erlösers empfangen, wie wir es empfangen und unseren Herzen eingeprägt haben, um daraus eine heilige Sendung zu bilden; seien Sie dessen Apostel und Herold.
Ich befinde mich in Sava, 10 Kilometer von Oria entfernt, wo verschiedene Personen eifern und arbeiten, um ein Haus unserer Schwestern zu bilden.
Mit der Bitte um Ihren Segen küsse ich Ihre Hände


EIN SCHRIFTSTÜCK VON DON ORIONE

Die Sizilianer hatten, als ich zum Papst [Pius X.] sprach, authentische Heilige. Ein Heiliger war der Kanoniker Di Francia, der hier [ in Tortona] und in der Villa Moffa gewesen ist, um den Priestern und den Klerikern die Exerzitien zu predigen. Sein Seligsprechungsprozess ist jetzt im Gang.
Wenn ich die Moffa gekauft habe, so habe ich sie gekauft, weil dieser Kanoniker mir zur Hilfe gekommen ist. Die Moffa habe ich gekauft, als ich noch in Messina war. Die Moffa hat 12 oder 17 Tausend Lire gekostet, das weiß ich nicht mehr so recht. Die Zeiten und der Wert des Geldes ändern sich. Und mir fehlten damals 5 Tausend Lire, die mir vom Kanoniker Di Francia geliehen, und die später zurückerstattet wurden. Denkt nur, was das für einen Piemontesen bedeutete, der sich dort befand! „Piemontese“ sagen, heißt Feind der Heiligen Kirche sagen, das war damals das Gleiche. In jenen Zeiten und noch einige Jahrzehnte danach war Piemontese sagen wie Feind des Papstes sagen, denn die revolutionäre Bewegung gegen den Papst war vom Piemont, von Turin, ausgegangen.
Und danach kam der Kanoniker Di Francia aus Sizilien an die Moffa, um die Exerzitien zu predigen, und er sagte mir etwas: Doch das sage ich euch nicht. [Alle sind gespannt, ob er es sagen wird. Er hält einen Augenblick nachdenklich inne und fragt dann lächelnd] War niemand von euch damals an der Moffa? [Es wird mit Nein geantwortet] Aha, dann kann ich es euch sagen. Er sagte mir: „Geben Sie acht, Sie haben hier Schurken, die vorgeben, fromm zu sein, die eine Berufung vortäuschen, die sie nicht haben: Trauen Sie den krummen Hälsen nicht. Je krummer der Hals ist, desto weniger darf man ihnen trauen.“ Das ist das Andenken, das mir dieser Heilige gab: Trauen Sie den krummen Hälsen nicht.

 

 

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